Die Beratungslehrerin ist vor allem Ansprechpartnerin, Zuhörerin und Vermittlerin bei allen Fragen, die sich um das Lernen und das Schulklima drehen. Sie kümmert sich um Probleme des Miteinanders von Schülern und Lehrern im Schulalltag, knüpft Kontakte zu Eltern und externen Ansprechpartnern und sorgt mit dafür, dass Schüler gut an unserem Gymnasium lernen können und Perspektiven aufgezeigt bekommen.

Was ist ein Beratungslehrer ?

 

Er ist ein Lehrer unserer Schule, der sich Zeit nimmt, um Schülern, Eltern und auch Lehrern zuzuhören, wenn sie Fragen oder Probleme haben, die die Schule und das Lernen oder Weiterlernen betreffen, und die im Unterricht oder zu Hause aktuell nicht gelöst werden können.

Dabei reicht das Zuhören bei der Lösung des Problems manchmal schon aus, da es dem Schüler einfach darum geht, jemandem seine Situation darzulegen, der neutral ist. Die Lösung findet der Betroffene beim Erzählen und nach kurzem Gedankenaustausch zum Problem oft selbst.

Grundsatz ist die Verschwiegenheit des Beratungslehrers (Beratungsethos).

Er kann auch auf Wunsch des betroffenen Schülers und/oder der Eltern Gespräche zur Klärung des Sachverhalts mit anderen Schülern oder Lehrern vermitteln. Bei diesen Gesprächen kann er anwesend sein und als neutraler Vermittler zwischen beiden Seiten die Gesprächsführung unterstützen.

Der Aufbau und die Nutzung von Netzwerken (Verbindungen zu internen und externen Partnern der Schule) bieten Unterstützung für die verschiedenen Beratungssituationen und Bereiche, die der Beratungslehrer in seine Tätigkeit einbezieht.

Wie erreicht man den Beratungslehrer?

 

In beiden Häusern hängen die offiziellen Sprechzeiten und Orte aus:

Neben den offiziellen Sprechzeiten gibt es immer die Möglichkeit, geeignete Gesprächstermine zu vereinbaren. Dazu kann der Beratungslehrer in den Pausen angesprochen werden oder man kann ihn schriftlich über die Sekretariate beider Häuser benachrichtigen. Dazu sollten der Schüler/ die Eltern in einem geschlossenen Umschlag adressiert an den Beratungslehrer folgende Angaben hinterlassen:

  • seinen Namen und die Klasse,
  • eine kurze Benennung des Problems (z.B. Ich werde in der Klasse als Außenseiter verspottet. oder: Der Lehrer behandelt mich ungerecht. oder: Wann kommt die Berufsberaterin für Abiturienten wieder in unsere Schule?) und
  • möglichst eine Telefonnummer.

Dann kann der Beratungslehrer schnellstmöglich den Kontakt aufbauen und einen Gesprächstermin vereinbaren.

Bei welchen Problemen kann der Beratungslehrer helfen?
Wofür ist er Ansprechpartner?

 

1. Schwierigkeiten beim Lernen

plötzlicher Leistungsabfall, Prüfungsangst, Probleme beim Lernen und Behalten von Unterrichtsstoff allgemein, Durchführung von Lerntypentests, LRS, Dyskalkulie…

2. Verhaltensprobleme

Kontaktschwierigkeiten, Außenseiterrolle, Ärger mit Mitschülern oder Lehrern, Mobbing…

3. Schullaufbahnberatung

Profilwahl, Sprachenwahl, Kurswahl, Wechsel in eine andere Schulart, Hochbegabtenförderung, Vermittlung von Kontakten bei Interesse an  Sprachreisen und  High School Aufenthalten…

4. Studien- und Berufsberatung

Umsetzung und Aktualisierung der 4-Jahreskonzeption Klassen 9 bis 12, Vermittlung von Kontakten zu Unternehmen und Hochschulen der Region und Sachsens, Vorbereitung des Betriebspraktikums Klasse 9, Beratungsgespräche in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und unserer Berufsberaterin für Abiturienten.

5. Bereich Gesundheit, Sucht, Sekten

Organisation von Kontakten, Vorträgen (Schüler, Eltern) und Projekttagen durch Einbeziehung externer Partner (z.B. Antidrogentage Kl.8  mit Polizei, Krankenkassen, Vereinen, Theater),

Ansprechpartner für betroffene Schüler und Eltern…

 

Beratungsethos

 

Grundsatz der Beratung ist seine Schweigepflicht gegenüber dritten Beteiligten. Das heißt, er gibt nur das weiter, womit der oder die Gesprächssuchenden ihn beauftragen.

Der Beratungslehrer versucht „Brücken zu schlagen“, um Missverständnisse zwischen Schülern und Lehrern aufzudecken, damit sie wieder miteinander reden und trägt durch seine Tätigkeit mit dazu bei, zu vermitteln, dass unsere Schule die Augen vor Problemen nicht verschließt, sondern daran interessiert ist, dass Schüler sich entwickeln und lernen können, Eltern Vertrauen haben und Lehrer geachtet arbeiten können.