
„Ich hatte auch die Absicht, anderen zu helfen, ihr eigenes Leben zu verstehen.“
Am 22. Oktober 2025 besuchte unser Kunstkurs die Ausstellung „Edvard Munch. Angst“ in den Kunstsammlungen am Theaterplatz in Chemnitz. Die rund vier Monate dauernde Ausstellung thematisierte das zentrale Motiv der Angst, das einen wesentlichen Bestandteil im Leben und Werk des norwegischen Malers Edvard Munch bildet. In seinen Arbeiten setzte er sich intensiv mit inneren Zuständen wie Angst, Einsamkeit und seelischer Belastung auseinander und brachte diese durch eine expressive Bildsprache zum Ausdruck. Munch formulierte sein künstlerisches Wirken mit den Worten:
„In meiner Kunst habe ich versucht, mir das Leben und seinen Sinn zu erklären. Ich hatte auch die Absicht, anderen zu helfen, ihr eigenes Leben zu verstehen.“
Im Rahmen einer Führung besprachen wir die bekanntesten Werke Munchs vor Ort. Den Bildern „Der Schrei“ oder „Das kranke Kind“ im Original gegenüber zu stehen, ermöglichte uns einen besonders emotionalen Zugang. Die starken Arbeiten anderer Künstler, z. B. „Porträt mit goldener Maske“ von Marina Abramovic oder „Der Sturm“ von Karolina Bregula zeigten eindrucksvoll die sehr individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema Angst und Strategien im Umgang damit.
Dieser Besuch ermöglichte uns einen vertieften Einblick in Munchs künstlerisches Schaffen und dessen Bedeutung für die Malerei und Kunst des 20.Jahrhunderts bis zur Gegenwart.
Text: Martha Dirsch, Alex Seemann, David Arnold, Fotos: Swetlana Haupt
MäRZ
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